Willkommen im neuen Jahr! 2015 ist da, und es ist höchste Zeit, dass sich ein paar lieb gewonnene, Gäste verabschieden. Es war schön mit den Fettpölsterchen und der Gemütlichkeit, die Advent und Weihnachten so mit sich bringen. Doch jetzt heißt es „Auf Wiedersehen, Fondue und Plätzchen“. Gesunde, gute Ernährung steht jetzt auf dem Plan! Und da es mit ein wenig Hilfe besser geht, hat der VC Vollwertblog für seine Leser Ernährungs-Apps getestet. Hier sind unsere fünf Testsieger.food2

 

Noom Ernährungscoach

(für Androis und iOS, kostenlos, Pro-Version ab 7,99 pro Monat)

Fast alle guten Abnehm-Programme sind in englischer Sprache. Noom ist jedoch exzellent übersetzt und beinhaltet in seiner Kalorientabelle ausgesprochen viele – wenn auch nicht alle – Produkte, die in Deutschland erhältlich sind. Noom funktioniert nach dem einfachsten Prinzip: Der User muss täglich weniger Kalorien zu sich nehmen, als er verbraucht. Deshalb werden alle Mahlzeiten und sportlichen Betätigungen eingeloggt, was hier im Gegensatz zu anderen Kalorienprogrammen sehr unkompliziert funktioniert. Dazu wiegt sich der User täglich. Den Rest erledigt das Programm: Es rechnet, zeigt Gewichtskurven, spricht mit dem User aber auch über seine individuellen Ziele, schickt Motivationsbotschaften und klärt über gesundes Essen auf. Als hätte man einen vernünftigen Ernährungsberater an seiner Seite.

 

aid Saisonkalender

(iOS und Android, kostenlos)

Haben Zuckererbsen im Januar Saison, kann ich sie guten Gewissens kaufen? Oder anders herum, welches Obst und Gemüse hat jetzt Saison? Der aid Saisonkalender des Infodienstes
Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V. (www.aid.de) beantwortet beide Fragen klar und im ansprechenden Layout. Zu jeder Frucht bietet er zudem ein eigenes Säulendiagramm, in dem der heimische Anbau mit der Menge der Importware über alle zwölf Monate verglichen werden kann. Ideal für Laien: Jede Obst- und Gemüsesorte wird in allen Ansichten mit Bild gezeigt, so dass garantiert niemand mehr Artischocken mit Avocados verwechselt. Einfach, praktisch, hochwertig.

 

Codecheck

(für iOS und Android, kostenlos)

Eine App, die Lebensmittel exakt nach schädlichen Inhaltsstoffen und Gentechnikgehalt listet, gibt es leider noch nicht. Codecheck, von Greenpeace mitentwickelt, geht jedoch in die richtige Richtung: Mit einem Barcode-Scanner oder manuell gibt der User ein Produkt ein und erhält umgehend Informationen zu dessen Inhaltsstoffen. Bei diversen Frischfleischprodukten erscheint beispielsweise gleich ein rotes Viereck – ein Hinweis auf schädliche Nitritpökelsalze; oder bei Fertig-Burgern aus der Tiefkühltruhe ein Hinweis auf wenig nachhaltiges Palmöl. Alle Zutaten werden genau aufgelistet. Spannend sind auch Links zu Artikeln, die über das Produkt geschrieben wurden und oft Kritisches Zutage bringen. Leider fehlen noch viele Produkte, etwa Chicken McNuggets von McDonald’s, deren Fleisch ja von mit Gen-Soja gefütterten Hühnern stammt. Aber die App reift ja beim User…

 

WWF Fischratgeber

(für iOS und Android, kostenlos)

Wer abnimmt, sollte Fisch essen. Doch welche Meerestiere darf man kaufen? Doraden zum Beispiel leiden an Überfischung, und vor allem im Mittelmeer werden sie unter hygienisch und ökologisch bedenklichen Bedingungen gezüchtet. Dies und noch mehr verrät der Fischratgeber des World Wide Fund for Nature. Wer eine Fischart eingibt, erhält ausführliche Informationen über die Unterarten, wo die Fische für welches Öko-Siegel gefischt werden, und aus welchen Fanggründen man lieber nicht kaufen sollte. Auch seltene Genüsse wie Baramundi, Mahi Mahi oder Papageifisch sind im WWF-Lexikon zu finden. Eilige lassen die ausführliche Lektüre einfach weg und blicken auf die Tipp-Ampel: Grün heißt Okay, Gelb heißt Naja, Rot heißt Nein.

 

Chefkoch.de

(für Android, iOS und Kindle Fire, kostenlos)

Das Gruner+Jahr-Angebot Chefkoch.de ist vor allem wegen seiner riesigen, von Usern aufgebauten Rezeptdatenbank beliebt. Ganze 250.000 Gerichte sind hier geboten! Geht es um gesunde Ernährung, punktet die App mit Filtern: Die gesuchten Rezepte lassen sich nach „Vollwert“, „fettarm“, „vegetarisch“, „vegan“ und weiteren Spezialkriterien auflisten, so dass man im Handumdrehen veganen Apfelkuchen oder einen leckeren Vollwertsalat zubereiten kann. Die Rezepte lassen sich in ein virtuelles Kochbuch übernehmen und als Einkaufsliste speichern. Da die Rezepte von Usern stammen, sind sie nicht abgehoben, sondern im Alltag praktikabel und auch von Koch-Laien gut umsetzbar. Auch dank ihrer Bilder macht diese App einfach einen guten Appetit!

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