Mal ehrlich, was tut Ihr Körper nicht alles für Sie? Denken Sie einmal an die letzten drei Monate. Er hat Sie alle Köstlichkeiten der Weihnachtszeit genießen lassen, danach alles brav abgebaut oder für schlechte Zeiten gelagert. An Sylvester hat er im Hochbetrieb das Bier, den Champagner oder das Fondue verarbeitet, das Ihnen einen schönen Abend beschert hat. Jetzt im Fasching gönnt er Ihnen jeden Krapfen, egal wie viele Farb- und Zusatzstoffe im Zuckerguss sind. Und in den Lebensmittelmärkten ist schon wieder Ostern …

 

Gönnen Sie Ihrem wunderbaren Lebensschiff doch mal eine Pause!

 

Leber, Nieren und Lymphsystem danken es Ihnen, wenn sie drei bis vier Wochen Erholung bekommen von allem, was nicht gut tut: chemische Zusatzstoffe, zu viel Zucker, zu viel Fett, Alkohol, Koffein und Teein. So Mancher entscheidet sich deshalb dem Stoffwechsel zuliebe, die christliche Fastenzeit mitzumachen (dieses Jahr ab 5.3.2014). Doch Reinigen und Entschlacken funktioniert natürlich auch nach einem ganz individuellen Plan.

 

Die Grundregeln für eine sanfte Entschlackung sind einfach:

 

1. Starten Sie die Kur mit einem oder zwei Safttagen. Ideal eignet sich dafür Gemüsesaft, der mit Milchsäurebakterien konserviert wurde, ebenso wie andere säurearme Bio-Säfte. Fest Entschlossene können auch Birkensaft trinken, oder täglich drei Teelöffel entwässerndes Schweden-Elixier zu sich nehmen. Fasten müssen Sie während dieser Anfangsphase nicht, doch der Speiseplan sollte stark verschlankt werden. Während der ganzen Kur gilt ohnehin: Viel trinken, damit die Nieren richtig in Schwung kommen.

 

2. Streichen Sie fertige Lebensmittel (Tiefkühl-Pizza, Dosengerichte, Tütensuppen und –soßen) sowie alles, was Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und unnatürliche Zusätze enthält, vom Speiseplan. Kochen Sie stattdessen frische Bioprodukte. Die Leber freut sich! Und die Geschmacksnerven auch, denn natürliche Speisen schmecken einfach besser.

 

3. Lassen Sie fettige, schwere Gerichte (Fleisch, Eier, fetten Fisch) wann immer möglich weg und ersetzen Sie sie drei Mal pro Woche durch schwefelhaltiges, bitteres Gemüse – etwa Spargel, Artischocken, Löwenzahn, schwarzen Rettich. Auch sauere Äpfel helfen dem Stoffwechsel, toxische Stoffe loszuwerden. Wer besonders gründlich vorgehen will, kann morgens und abends zudem zwei Teelöffel in Wasser gelöste Heilerde trinken. Diese puffert Säuren, bindet Schadstoffe und hilft dem Magen-Darm-Trakt bei seiner Tätigkeit.

 

4. Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee sollten die ganzen drei oder vier Wochen im Schrank bleiben.

 

Auch den Verstand darf man reinigen! Der vom Arbeiten und Feiern heiße Kopf freut sich über Spaziergänge an der frischen Luft, vorzugsweise in den Bergen, an Flüssen und Seen. Die bewegte Natur fegt mit ihren negativ geladenen Ionen den Gedankenmüll wie mit Zauberkraft davon.

 

Und warum das Ganze eigentlich nur einmal im Jahr? Forscher der Universität Kreta haben immerhin bewiesen, dass Menschen, die drei Mal im Jahr nach einer mediterranen Diät fasten (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und gesundes Olivenöl) erheblich bessere Cholesterinwerte haben und weniger gefährdet für Herzkrankheiten sind.

Von Zeit zu Zeit ist weniger eben doch mehr!